12.04.2026 (UF)
Bereits zum fünften Mal fand am 27. und 28. März 2026 unser BMW M1 Procar Langstreckenrennen statt. Zehn Teams hatten für dieses Markenpokalrennen gemeldet, darunter ein Team aus Österreich und zwei Teams aus Ingolstadt. Am Freitag, bekanntermaßen der Tag des freien Trainings, wurde dieses Jahr bereits um 14.00 Uhr geöffnet und die Bahn sofort mit Strom versorgt. Bis zum Abendessen fanden sich dann 14 der insgesamt 20 Fahrer zum ersten Abtasten am Forsterner Geläuf ein. Um den Teams die Möglichkeit zu geben, sich auf ihre Antriebseinheit einzustimmen, wurden noch vor dem Essen die ersten Motoren ausgelost. Ein Teil der Aggregate hatten schon den ersten M1 Procar Saisonlauf hinter sich, der andere Teil noch keine einzige Runde, diese wiederum konnten dann während des Trainings eingefahren werden. Bereits nach kurzer Zeit wurden mit SBS Racing die ersten Titelaspiranten ausgemacht, da sie sich immer wieder mit Zeiten von 7.7 Sekunden und in Einzelfällen sogar 7.6 Sekunden auf dem Zeitenmonitoren verewigten. Gegen 22.00 Uhr war dann der erste Tag zu Ende und es kehrte wieder Ruhe beim SRC P3 Forstern ein.
Tag 2 begann dieses Jahr erst um 8.30 Uhr, was uns die Möglichkeit gab, vorher noch die Verdunkelung für die Nachtturns in Position zu bringen, ein paar belegte Semmeln und Kaffee für die Samstagsanreisenden vorzubereiten und alle Neuankömmlinge persönlich zu begrüßen. Alle diejenigen, die noch keinen Motor für ihr Procar hatten, durften dann auch gleich noch einen Leihmotor ziehen und sofort erweiterte sich der Kreis derjenigen, die sich Hoffnung auf einen Podestplatz machen durften. Beim Team „GS Racing“ lief es gleich zu Beginn sehr gut und man durfte mit einem Spannenden Kampf um den 2026er Titel rechnen. Wie die weiteren Platzierungen ausfallen würden, war erst einmal noch nicht gleich zu erkennen, „Skorpion Racing“ wechselte auf Mazes Marlboro M1, bei den „Tall Guys“, und das heißt „große Jungs“ und nichts anderes, kam kurzerhand Peters Pooh Jeans M1 zum Einsatz und beim Team „PaSo“ wurde noch die Antriebseinheit gewechselt. Und schon rief die Rennleitung zur technischen Abnahme, pünktlich um 10.30 Uhr, wie in der Ausschreibung festgehalten. Ein paar Kleinigkeiten gab es auch diesmal wieder zu beanstanden, aber außer ein paar Justierungen zum Beispiel beim Gewicht war nichts Gröberes dabei.
Das Qualifying spiegelte die Eindrücke des freien Trainings vom Freitag wider und die alten Verdächtigen positionierten sich an der Spitze. Lediglich die langen Kerls überraschten die Anwesenden, denn Uwe F. stellte das Teamfahrzeug mit einer 7.681 auf den zweiten Startplatz. Die Poleposition ging wie erwartet an das Team SBS mit einer 7.589 in deren schnellster Runde, GS Racing positionierte sich mit einer 7.708 auf dem dritten Startplatz. Skorpion Racing hatte mit seinem Fahrzeugwechsel auch alles richtig gemacht und konnte sich mit einer 7.755 den vierten Startplatz sichern. Komplettiert wurde die erste Startgruppe durch Team M+C und dies mit einer schnellsten Runde in 7.798 Sekunden. Die zweite Gruppe führte KS-Racing ins Rennen, sie drückten Ihren M1 mit 7.851 dort hin. Lediglich ein Tausendstel dahinter lag [flatt:brass] mit deren 7.852 und wiederum nur 28 Tausendstel dahinter fuhr Slotracing4ever nach drei Runden über die Start-/Ziellinie. Weniger als ein Zehntel hinter S4E qualifizierte sich PaSo Racing mit einer 7.795 auf dem neunten Rang und mit etwas mehr als zwei Zehnteln (8.176) hinter unserem clubeigenen Vater-Sohn-Team komplettierte die Rentnergang die Startaufstellung.
Rennstart und Mittagessen starteten nahezu gleichzeitig, während die Gruppe B sich den ersten Schlagabtausch bei Tageslicht lieferte, konnten sich die restlichen Teilnehmer Grillfleisch, -würste und feinste Salate einverleiben, am Ende wurde sogar der Sicherheitsbestand vernichtet und es blieb kein Gramm übrig. Nach dem ersten Stint (Tag) lag SBS Racing schon mit knapp sechs Runden vor GS Racing in Front, etwas mehr als eine Runde dahinter legte Vinc für Team KS einen Raketenstart aus der zuvor gestarteten Gruppe B hin, dicht gefolgt von den Tall Guys, die Ihren ersten Stint noch etwas nervös angegangen hatten. Team M+C komplettierten den momentanen Zwischenstand auf Platz 5. Die weiteren Positionen sahen wie folgt aus, Slotracing4Ever vor Skorpion Racing, dahinter [flatt:brass], dann die Rentnergang und als zwischenzeitliches Schlusslicht Team PaSo Racing.
Der zweite Stint (Nacht) brachte einige Profiteure hervor, so konnten die großen Jungs den zweiten Platz in diesem Lauf herausfahren, nur knapp hinter den Spitzenreitern vom Team SBS. Weiters lief es für Skorpion Racing weitaus besser als im ersten Stint und Heiko pilotiert deren M1 auf Platz 3 und somit heraus aus der Gruppe B. PaSo Racing kann ebenfalls Boden gutmachen und lässt in diesem Lauf gleich drei Teams hinter sich. Damit ergab sich nach Halbzeit des Rennes ein Gesamtstand wie folgt, SBS Racing auf Position 1, dahinter Tall Guys Racing, gefolgt von Team M+C, einen Teilstich vor GS Racing auf Position 4 und Skorpion Racing als fünftes Team in der Gruppe A. Zwischen dem zweiten und dem dritten Stint erfolgte wie immer eine Servicepause, bei der die Teams die Gelegenheit erhalten die Schleifer zu reinigen und gegebenenfalls neu zu justieren, Motor und eventuell auch Lagern ein wenig Öl zu verpassen und die Reifen abzuziehen. Bei den Wartungsarbeiten fiel bei Team M+C ein loser Frontspoiler auf, nachdem die Ursache für diesen Schaden aber nicht nachvollziehbar war, musste dieser bei Rennstart des zweiten Nachtlaufs instandgesetzt werden.
Weiter geht es mit dem dritten Stint (Nacht 2), welcher für viele Teams und Fahrer noch einmal Schwierigkeiten mit der Sicht oder eben Probleme in Form von Reparaturarbeiten in der abgedunkelten Umgebung mit sich brachte. Heimascaris wie Vincent K. und Uwe F. konnten jedoch auch in der Nachtsequenz ohne größere Komplikationen auffahren und so lag man in diesen Teams bei Halbzeit des Laufes sogar besser als in der ersten Nachtphase. Etwa nach zwei Drittel dieses dritten Stints ereignete sich dann allerdings ein folgenschwerer Unfall. Uwe F. konnte einem vorausfahrenden Fahrzeug, welches seinen Slot verlassen hatte und durch die Leitplanken wieder zurück auf die Fahrbahn katapultiert wurde, nicht mehr ausweichen und kollidierte in voller Fahrt eben mit diesem. Folge war ein komplett abgerissener Frontspoiler am M1 von Team „Tall Guys“. Dieser Schaden durfte dann auch erst nach dem erneuten Restart repariert werden und so verlor dieses Team durch Reparatur und anschließend nur mäßige Perfomance ihres M1 zahlreiche Runden im Kampf um die Podiumsplätze. Der Sieg in diesem Stint ging erneut an das Team SBS, gefolgt von GS Racing und Slotracing4Ever.
Lauf 4 (Tag 2) startet für viele Teams mit eher geringem Druck, die Positionen schienen relativ klar bezogen und so verläuft der letzte Stint des Tages in beiden Gruppen vergleichsweise unspektakulär. Lediglich Heiko S. bläst nochmal zur letzten Attacke auf Team GS Racing, muss sich allerdings nach der Zieldurchfahrt doch um 74 Teilstriche geschlagen geben. Am Ende überquert das Team SBS Racing mit Martin Habermann und Simon Hartel nach 766,30 Runden, also 30,652 Kilometern als erste die Ziellinie. Auf dem zweiten Platz folgt das Ingolstädter Vater-Sohn-Team GS Racing mit 747,48 Runden, also genau 752,8 Metern Rückstand auf die Sieger und der letzte Podestplatz geht an Skorpion Racing mit Heiko Stiller und Manfred Herklotz (740,71 Runden). Die weiteren Platzierungen sind bereits auf unserer Homepage online.
Alles in allem können wir wieder auf ein turbulentes, teilweise hoch emotionales, aber dennoch spannendes und begeisterndes Rennen zurückblicken. Wir hoffen dieses Review auf die fünfte Auflage unserer BMW M1 Procar Langstrecke macht bei dem einen oder anderen Lust auf mehr, vielleicht können wir dann im kommenden Jahr auch wieder Teams aus Augsburg, München oder Rohrbach bei uns in Forstern begrüßen. Bleibt nur noch der Dank an alle Teilnehmer und Unterstützer der diesjährigen Veranstaltung und macht´s gut bis März 2027.


































